Das Kader der Schächentaler-Feuerwehren übt auf dem Ratzi

Am Samstag 09. Februar fand auf dem Ratzi eine Übung der Feuerwehrkoordination Schächental (FWKS) statt. Das Kader der Feuerwehren Unterschächen, Spiringen und Bürglen übte unter fachkundiger Anleitung, an den drei Posten LVS, Sondieren und Schneeprofile. Total nahmen 32 Feuerwehrleute an der Doppelprobe teil.

Um 08:00 Uhr begrüsste René Müller, der verantwortliche der Feuerwehr-Koordination Schächental (FWKS), die Kursteilnehmer in der Garage des Skilift Ratzi. Nach der Gruppeneinteilung und dem Vorstellen des Tagesablaufs stand ein Theorieblock auf dem Programm. Hans Martin Henny von der Lawinenzentrale Andermatt teilte im Referat sein grosses Fachwissen mit den Anwesenden Feuerwehrleuten. Er erklärte mit eindrücklichem Bild- und Filmmaterial die verschiedenen Lawinenarten und deren Gefahren. Danach wurde an den drei Posten Lawinenverschütteten-Gerät (LVS), Sondieren und Schneeprofile praktisch gearbeitet. Sepp Herger und Reto Gisler zeigten an ihrem Posten LVS, die Handhabung des Lawinenverschüttetengeräts und das richtige Vorgehen beim Ausgraben und Retten einer verschütteten Person. Am zweiten Posten Sondieren, lehrten Markus Schuler und Anton Arnold die Teilnehmer das Verhalten nach einem Lawinenniedergang. Die beiden Referenten zeigten das Abstecken des Lawinenkegels, die Organisation auf dem Schadenplatz und das Vorgehen beim Absuchen. Das Hauptaugenmerk an diesem Posten wurde auf das Sondieren gelegt. Am dritten Posten Schneeprofile, wurden die Anwesenden von Hans Martin Henny empfangen. Im Gelände konnten die Feuerwehrleute an einem Schneeprofil die unterschiedlichen Schichten einer Schneedecke anschauen und untersuchen. Hans Martin erklärte die Entstehung dieser Schichten und deren Gefahren.

Als die Postenarbeit beendet war, fand eine Übungsbesprechung mit allen Akteuren statt. René Müller dankt allen Teilnehmer für das engagierte Arbeiten an den verschiedenen Posten. Einen besonderen Dank richtet er an die Verantwortlichen der Luftseilbahn Spiringen-Ratzi/ Skilift Ratzi und die Referenten. Er konnte auf einen interessanten und lehrreichen Morgen zurückblicken und ist überzeugt, dass die Feuerwehren im Schächental auch für Einsätze im Winter bestens gerüstet sind.

Bilder des Anlasses können unter Bilder_Sektionen abgerufen werden.

Erste Kommandantensitzung 2019

Am Freitag 11. Januar fand im Feuerwehrlokal in Altdorf die erste Kommandantensitzung im 2019 statt. Ausbildungschef Stefan Tresch begrüsste den Amtsvorsteher des ABM Ignaz Zopp, den Abteilungsleiter Notorganisationen des ABM Urs Mock, Amtsvorsteher Forst und Jagd Beat Annen, Feuerwehrinspektor Stefan Dahinden, FVU Präsident Fabian Tresch, alle Kommandanten und Vizekommandanten der Betriebs- und Gemeindefeuerwehren und die Feuerwehr-Instruktoren des FVU.

Ineressante Reverate

Der Vorsteher des Amtes für Bevölkerungsschutz und Militär Ignaz Zopp dankte den Anwesenden für die geleistete Arbeit und die Verantwortung, die sie übernehmen. Er informierte über die Reorganisation der Chemiewehr Uri und die Überarbeitung des Feuerlöschfonds.

Der Abteilungsleiter Notorganisationen des ABM Urs Mock informierte die Anwesenden über das neue Formular und das Vorgehen, um im Ereignisfall eine ICARO-Meldung abzusetzen. Daniel Zgraggen von der Alarmzentrale zeigte auf, wie die Meldung auf der Zentrale erfasst wir und wie sie an die verschiedenen Stellen weitergeleitet wird. Weiter informierte Urs Mock, über das Informations App Alertswiss und den Sirenentest.

Beat Annen Amtsvorsteher des Amtes Forst und Jagd erinnerte noch einmal an den sehr trockenen Sommer und das Feuerverbot. Er zeigte auf wie die einzelnen Schritte bei der Gefahrenbeurteilung sind und wer Zuständig ist. Weiter erwähnte er, dass künftig die Zentralschweizer Behörden und die zuständigen Ämter noch enger zusammen arbeiten wollen und ihre Kommunikation besser koordinieren.

Rück- und Ausblick

Verbandspräsident Fabian Tresch informierte über verschiedene Aktivitäten des FVU und des Schweizerischen Feuerwehrverbandes. Inspektor Stefan Dahinden schaute zurück auf verschiedene Einsätze im zweiten halben Jahr 2018 und Anfang 2019. Er erwähnte auch, dass per 01. Januar 2019 folgende Änderungen in den Kommandos der Sektionen gegeben hat:

Neue Kommandanten: Kägi Josef, Fw Andermatt; Gisler Orlando, Fw Attinghausen; Arnold-Gisler Franz, Fw Bürglen; Zgraggen Carlo, Fw Erstfeld; Cereghetti Valerio, B+F ALCM; Gisler Hermann, CW Uri

Neue Vizekommandanten: Zigerlig Stefan, Fw Andermatt; Walker Patrick und Zgraggen Marco, Fw Attinghausen; Loretz Thomas und Imhof Stefan, Fw Bürglen; Curtins Roger, Fw Schattdorf; Baumann Philipp, Fw Wassen

Ausbildungschef Stefan Tresch liess noch einmal die verschiedenen Kurse vom zweiten Halbjahr Revue passieren und schaute nach vorne auf die ersten Kurse im Frühling und das Kursprogramm 2019 im allgemeinen.

Ehrenmitglieder- und Altinstruktoren Treffen 2018

Am Freitag 26. Oktober 2018 fand das jährliche Treffen der Altinstruktoren und Ehrenmitglieder des Feuerwehrverbandes Uri statt. In diesem Jahr besuchten die 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen das Amt für Betrieb Nationalstrassen und die Schadenwehr Gotthard. Auf einem geführten Rundgang im Werkhof Göschenen, gaben Mitarbeiter der Schadenwehr Gotthard Einblicke in ihre tägliche Arbeit. Sie erklärten den interessierten Besuchern verschiedene Eisatzmittel und die zur Verfügung stehende Infrastruktur. Anschliessend liessen die beteiligten den Abend bei einem gemütlichen Apéro ausklingen.

Impressionen des Anlasses sind unter "Bilder->Verband" zu finden.

Grosse koordinierte Einsatzübung im Tellsplatte-Tunnel

Sirenen, Blaulicht und dichter Rauch: Die koordinierte Einsatzübung im Tellsplatte-Tunnel war am Montagabend, 4. September 2017, für die beteiligten Organisationen ein wichtiger Test für den Ernstfall. Beim inszenierten Verkehrsunfall kollidierte ein LKW mit einem Personenwagen, wobei drei weitere PW und ein Motorrad involviert waren. Eine Person erlitt tödliche Verletzungen. Zehn Perso- nen verletzten sich leicht bis schwer.  

Die Polizeikräfte waren als Erste am Unfallort, sicherten diesen und verschafften sich einen Über- blick. Sofort war klar: Hier brauchts Verstärkung und eine organisationsübergreifende Führungsstruk- tur. Schnell waren die Blaulichtorganisationen alarmiert. Nach einer ersten Absprache vor Ort wurde der Verkehr via Tellsplatte umgeleitet, die Feuerwehren befreiten die in den Fahrzeugen einge- klemmten Personen und die Rettungsdienste übten die notfallmedizinische Versorgung. Mit den Am- bulanzen wurden die Verletzten in die umliegenden Spitäler gebracht. Für eine Person kam jede Hilfe zu spät. Ein beigezogener Arzt musste einen Todesschein ausstellen. Schliesslich reinigte der Unter- haltsdienst des Amts für Betrieb Nationalstrassen die Fahrbahn und führte erste Notreparaturen an der beschädigten Strassen- und Tunnelinfrastruktur aus. Rund zwei Stunden nach Übungsbeginn konnte das Tellsplatte-Tunnel wieder für den Verkehr frei gegeben werden.   

Die anspruchsvolle Einsatzübung konnte planmässig durchgeführt werden. Die verschiedenen Siche- rungs, Bergungs- und Rettungsmassnahmen verliefen sicher und geordnet, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte mit einer polizeilichen Gesamteinsatzleitung funktionierte reibungslos. Die Übung zeigte: Teamwork ist die Basis des Erfolgs.  Der bei der Einsatzübung anwesende Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti machte sich ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte und war sehr zufrieden mit dem Übungsergebnis. Die Einsatzkräfte des Kan- tons Uri und des Kantons Schwyz konnten in ihren Fachbereichen ein positives Fazit ziehen. «Insbe- sondere die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte verlief sehr erfreulich», erklärte Übungsleiter Bruno Achermann bei der Übungsbesprechung.  

An der gross angelegten Übung mit rund 120 Einsatzkräften waren die Kantonspolizei und die Feuer- wehr (Stützpunkte Altdorf und Schwyz sowie die Werkhoffeuerwehr Flüelen) beteiligt, ebenso der Rettungsdienst Uri und Schwyz und das Amt für Betrieb Nationalstrassen.

Bilder der Einsatzübung finden Sie unter Bilder-Sektionen